Trauma, BDSM und Heilung


Dieser eintägige Workshop ist gedacht für alle Menschen, die bereits BDSM – Erfahrung haben.

Er ist nicht für absolute Newbies geeignet.

Trauma ist ein großes Wort. Es kann aber auch einfach dafür stehen, dass Schmerzen, auch psychische, und Verlust ein Teil des Lebens sind. Verletzungen können heilen.

Frei nach Peter Levine, der mit seiner Arbeit wegweisend ist zum Thema Trauma und Heilung, ist nicht das schwierige Erlebnis oder der Unfall selbst das Problem. Sondern was uns zu schaffen macht, ist im Körper gebundene Energie.

Im besten Falle können sich diese Verspannungen im Nervensystem, die mit der schwierigen oder traumatischen Situation zu tun haben, lösen.

Das hat oft einen großen Einfluss auf die Gesamtsituation des Körpers und des Gemütszustandes.

Wenn wir BDSM machen, uns gegenseitig hart fesseln, behutsam schlagen, böse erniedrigen, liebevoll quälen und humorvoll fertig machen, hat das manchmal mit Traumaerfahrungen zu tun, und manchmal nicht.

Wenn es mit Traumaerfahrung zu tun hat, und wir uns dessen bewusst sind, und wir gut miteinander kommunizieren können, ist das Heilungspotential sehr groß.

Das erleben wir Profis sehr oft in unseren Sessions und genießen es, einen schamfreien Raum anbieten zu können. Oder gewünschte Scham möglich zu machen…

Gleichzeitig ist es nicht unsere Aufgabe, das gemeinsam Erlebte im Nachgespräch als „therapeutisch wirksam oder heilsam“ einzusortieren, es sei denn, unsere Gäste tun das selbst und laden uns zu solchen Gesprächen auf der Metaebene ein.

Die klare Rollenaufteilung – Profi, Gast – erleichtert im Studio oft den Austausch. Grenzen und Konditionen der Begegnungen sind gesetzt.

Bei privaten Spielszenarien ist es oft selbstverständlicher möglich, in intensiven Austausch darüber zu gehen, was genau gut tut und was das mit unseren Lebenserfahrungen zu tun hat.

Schwierig kann hier sein, mit traumatischem Material behutsam umzugehen, Grenzen aller Art zu kommunizieren und zu halten und in intimen Beziehungen Rollen und Erwartungen immer wieder neu zu definieren.

Wichtig für alle: Was ist trauma-sensibles Kommunizieren und Verhalten?

In diesem Workshop geht es vor allem um Erfahrungsaustausch sowohl in großer als auch in kleineren Runden.

Zwischendurch werden Körper- und Atemübungen vermittelt, die sich ausgleichend auf das Nervensystem auswirken und sich als „Erste Hilfe Maßnahme“ bei Nervosität, Panikattacken oder schief gelaufenen Spielsituationen bewährt haben.

Geeignet für:
erfahrene BDSM-Praktizierende

Besonderheiten:
Ein Workshop auf Deutsch und Englisch

Snacks und Getränke sind im Preis inbegriffen.
Mittags gehen wir in einen der leckeren Imbisse direkt vor der Haustür (Extrakosten).

DAUER:
11 Uhr bis 18:30 Uhr

KOSTEN:
120,- €
100,- € für Mitglieder des BesD, von Hydra und andere Sexarbeitsaktivist*innen


Trauma, BDSM und Heilung 12.7.2020

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Zusätzliche Information

Preisklasse

Für Sexarbeits Aktivist*innen, Normalpreis

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